Liebe Lotte,

ich taste mich mal vorsichtig weiter.


Gründe für Entzündungen gibt es viele. Schau mal bei Wikipedia unter „Entzündung“.
Es wäre aber gut denkbar, dass frühere Antibiotika-Anwendungen Deiner Darmflora schwer zugesetzt haben. Das robuste Clostridium gewann die Obermacht im Darm und gibt laufend Toxine in den Darm ab, die Dir zu schaffen machen.

 

So gesehen ist eine aktuelle weitere Antibiotika-Therapie aus meiner Sicht höchst fraglich (um nicht kontraproduktiv zu sagen). Möglicherweise lachen sich die resistenten Clostris ins Fäustchen, während die ohnehin mangelnden „guten“ Bakterien abgetötet werden.

 

Reizdarm ist die Diagnose von Medizinern, die genausogut sagen könnten: „Keine Ahnung warum du das hast“. Deine Liste der unverträglichen Lebensmittel zeigt, dass Du fast alle Unverträglichkeiten hast, die man nur haben kann – da brauchst Du gar nichts zu untersuchen. Deshalb fehlen Dir in der Zwischenzeit mit Sicherheit eine Reihe von Vitaminen und Mineralstoffen.

Ich bin eher ein Anhänger von Lebensmitteln als Medizin. Versuche doch vielleicht mal Reis-Congee. Nach und nach könnten in den Reis kleine Portionen von Lebensmitteln eingearbeitet werden, deren Stoffe Du vermutlich dringend brauchst.

 

Führst Du ein Ernährungstagebuch? Wenn nicht, solltest Du eines eröffnen. Ausgangslage ist Dein Wissen über ...

das, was Du wirklich verträgst,

das, was geht in klein(st)en Mengen und

das, was erfahrungsgemäß (gar) nicht geht.

 

Wenn Du neben einem verträglichen Grundgericht (Reis, Kartoffeln, manchmal Fleisch) in kleinen Mengen ausprobierst, was noch geht, würde sich nach und nach die Palette der Vitalstoffe erweitern.

 

Inzwischen liebe Grüße von Michael 

 

PS: Hast Du bei Schmerzen in der Nacht schon mal bei der Organ-Uhr nachgesehen?     

Lieber Michael, 


bisher habe ich noch kein Ernährungstagebuch geführt. Das Wenige, das ich vertrage, kann ich mir gut merken. Aber ich denke Du hast recht. Um kontinuierlich zu erweitern, muss ich eine Übersicht bekommen.

Meine nächtlichen Beschwerden beginnen meist so um 12.30 Uhr und werden gegen morgen (circa 4.00 Uhr) meist wieder etwas besser.
Ich habe gerade nachgeschaut; das ist laut Organ-Uhr wohl die Leber?

Liebe Grüße von Lotte

Liebe Lotte,

 

beim Ernährungstagebuch handelt es sich einfach um eine Therapiehilfe.
Und Therapien bestehen nicht (nur) darin, dass Ärzte Antibiotika verschreiben. smile

Es handelt sich nun um deine höchstpersönliche Therapie!
Was "allgemein" vertragen wird, kann nur eine Art Hilfe sein; natürlich musst du für dich feststellen, was, wie, in welcher Form geht!
Wichtig ist, dass du deinem Bauch Ruhe gönnst. Dann kann er sich erholen.
Die Organuhr sagt aus, dass deine Gallenblase und deine Leber in Mitleidenschaft gezogen sind. Das heißt, dass deine Entgiftungssysteme nicht gut funktionieren. Das spräche unter den Naturheilmitteln für den Einsatz von Mariendistel.

Liebe Grüße, Michael 

Guten Morgen,

 

ich lasse ab sofort die Antibiotika sein. Seit 12 Tagen schon nehme ich sie, und sie bringen mir seit einigen Tagen keinerlei Verbesserung mehr.

Du schreibst:

 

          Die Organuhr sagt aus, dass deine Gallenblase und deine Leber in Mitleidenschaft  

          gezogen sind. Das heißt, dass deine Entgiftungssysteme nicht gut funktionieren. Das   

          spräche unter den Naturheilmitteln für den Einsatz von Mariendistel.

 

Ja, das würde auch erklären warum ich mit jeglicher Art der "Entgiftung" im Moment nur immer Verschlechterungen erreiche.

 

Liebe Grüße, Lotte

Liebe Lotte,

 

sei mit allem was du tust behutsam! Jeder Tag ohne akute Beschwerden hilft dem Bauchsystem, sich zu erholen.
Nachdem Dir die Schulmediziner nicht helfen können, kann der Weg wohl nur über die Ernährung führen. Von einem verträglichen Basisgericht auszuweiten und Vitalstoffe in natürlichen Lebensmitteln einzuschleichen, scheint mir der einzig richtige Weg.
Stell dir geplante Lebensmittel sehr bildhaft vor und frage deinen Körper, ob er darauf Appetit haben könnte (wenn ich mir zurzeit Kohlrabi vorstelle, schüttelt meiner den Kopf - so gerne ich Kohlrabi mag).

Ich glaube, nicht die Clostridien sind das Problem, sondern, dass in der Flora andere, wichtigere Bakterien fehlen, bzw. durch Antibiotika zerstört wurden. So entstand ein Ungleichgewicht. Clostridien sind Vergärungskünstler. 
Wichtig ist noch für Dich zu entscheiden, wie weit persönlicher Stress eine Rolle spielt, weil auch der auf den Magen-Darm-Bereich hohen Einfluss hat.

 

Im Übrigen glaube ich, dass Deine gesundheitlichen Probleme noch auf weiter zurückliegende Vorgänge zurückgehen. Bei der Menge an nicht vertragenen Lebensmitteln, muss sich da nach und nach etwas aufgebaut haben. Vielleicht ist die bisherige Anamnese noch etwas kurz gesprungen.

Liebe Grüße, Michael

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